In den Blütezeiten gab es in Großpolen mehrere tausend Windmühlen und mehrere hundert Wassermühlen. Heute gibt es davon noch etwa 200 Stück und jede Mühle ist ein hervorragendes Denkmal für technisches Denken. Ein Beispiel hierfür befindet sich im Mühlenmuseum Jaracz am Rande des Netzer Urwaldes.
Das Mühlenmuseum Jaracz beherbergt die gesamte Mühlensiedlung. Sie besteht aus einer Wassermühle aus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert mit einem Kanalsystem sowie einer Windmühle aus dem 18. Jahrhundert, einem Pferdestall und einem über hundert Jahre alten Wohnhaus. In der Mühle befindet sich eine Ausstellung über den gesamten Mahlzyklus des Getreides. Die Windmühle wird dagegen häufig in Betrieb genommen und kann bei der Arbeit unter Verwendung von Windkraft bewundert werden.

Interessant ist die Ausstellung in dem ehemaligen Pferdestall, die zeigt, wie das Getreide von Hand oder mittels des sog. Göpelwerkes durch Muskelkraft von Tieren, meist Pferden, gemahlen wurde. Das stilisierte Müllerhaus ist wiederum der Schauplatz einer landesweit einzigartigen Sammlung von Modellen der einst in ganz Polen betriebenen Windmühlen.