Die malerische, etwas romantisch anmutende Burgruine in Koło liegt direkt am Ufer der Warthe, wo sie während der Herrschaft von König Kasimir dem Großen den Flussübergang an einer strategischen Stelle verteidigen sollte.
Die Burg wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts von dem König gestiftet, was in den Chroniken von Jan Długosz erwähnt wird. Die Fundamente des Bauwerks bestanden aus Stein, die Mauer dagegen aus Ziegeln. Die Burg hatte auch einen riesigen Turm. Seine 16 Meter hohen Ruinen wirken heute noch beeindruckend.

Im Mittelalter wurden auf der Burg Koło die Rittertourniere abgehalten, und nach der Schlacht von Grunwald im Jahre 1410 wurden dort die wichtigsten Entscheidungen betreffend die Beziehungen mit dem Deutschen Orden getroffen. Zwei Jahrhunderte später verhandelten die Polen auf dieser Burg mit dem schwedischen König Carl Gustav. Die Verhandlungen waren jedoch gescheitert und folglich wurde die Polnische Republik von Schweden überfallen. Bei ihrem Rückzug zerstörten die Schweden die Burg, dessen Pracht nicht mehr wiederhergestellt werden konnte.