Śrem (dt. Schrimm) zählt zu den ältesten Städten Großpolens, gegründet im selben Jahr wie Posen und ebenso wie die Hauptstadt Großpolens günstig an einer Warthe-Übergangsstelle gelegen. Die Stadt spielte zudem eine wichtige Rolle um die Zeit der Entwicklung der organischen Arbeit. Die Erkundung der Stadt wird durch die Städtische Touristenroute (Miejska Trasa Turystyczna) besonders einfach, ideal für einen entspannten mehrstündigen Spaziergang.
Wir beginnen unseren Rundgang auf dem Marktplatz vor dem imposanten Rathausgebäude aus dem Jahr 1838. Man muss näher kommen, um die Büste von Józef Wybicki genauer ansehen zu können. Der Autor der polnischen Nationalhymne lebte im nahe gelegenen Mansfeld (Manieczki) und war oft in Śrem zu Besuch.
Vom Marktplatz aus ragt der 62 Meter hohe Turm der gotischen Pfarrkirche aus dem späten 14. Jahrhundert in den Himmel. Besonders eindrucksvoll ist ein Besuch zur Weihnachtszeit, um die jährlich neu aufgebaute bewegliche Krippe zu erleben.

Vom Marktplatz führt die Tadeusza-Kościuszki-Straße (ul. Tadeusza Kościuszki) in Richtung Warthe (Warta). Sie dient teilweise als Fußgängerzone, und auf einem kleinen Platz – dem sogenannten Pumpenplatz – begegnet man der Statue des kleinen Mädchens mit den Schwefelhölzern, das unter einer stilisierten Gaslaterne sitzt. Die Enthüllung der Skulptur erfolgte durch den Honorarkonsul von Dänemark.
Weiter gelangen wir zur gotischen Kirche des Heiligen Geistes (kościół Świętego Ducha), die einst als Krankenhauskirche diente. Beachtung verdient auch der Innenhof der benachbarten Schule, fantastisch mit Zeichnungen, Wandmalereien und Zitaten aus dem „Kleinen Prinzen“ dekoriert.
Auf der anderen Seite der Brücke, am linken Ufer der Warthe, erstreckt sich die Uferpromenade. Hier befinden sich ein kleines Amphitheater sowie der Sitz des Museums von Śrem (Muzeum Śremskie). Direkt daneben steht das wohl markanteste Gebäude der Stadt: der Backstein-Wasserturm von 1909, der schon von weitem wie ein Burgturm imponiert.