Der Radweg der Gutsbesitzer ist 245 km lang und bildet eine Schleife im südlichen Teil Großpolens, die die zahlreichen Herrenhäuser und Schlösser der Region verbindet. Bei diesem Ausflug können Sie sich ein Bild davon machen, wie die Aristokratie und der Landadel in Großpolen früher mal lebten. Der Weg beginnt in Mosina, einige Kilometer südlich von Poznań entfernt, und teilt sich in zwei Richtungen, wobei Sie nach Belieben entscheiden können, wie es weitegehen soll: entweder über Leszno oder über Gostyń.
Der Weg führt durch den Dezydery-Chłapowski-Landschaftsschutzpark, durch Racot mit dem berühmten Pferdegestüt und dem klassizistischen Schloss sowie durch Kościan mit dem Rathaus, den Überbleibseln einer Festungsmauer und dem markanten Wasserturm. Weiter geht es über Osieczna nach Leszno – einst eine multikulturelle Stadt, in der Vertreter verschiedener Kulturen und Religionen nebeneinander lebten – und bis zum Schloss Rydzyna – dem ehemaligen Sitz der Familie Leszczyński, aus der König Stanislaus I. Leszczyński hervorging.


Über Turew mit dem Barockschloss der Familie Chłapowski erreicht man das imposante Benediktinerkloster in Lubiń, wo seit rund 900 Jahren ununterbrochen Benediktinermönche leben.
In Gostyń lohnt sich ein Besuch in der Barockbasilika auf dem nahe gelegenen Heiligen Berg, die von einer der größten Kuppeln in Polen gekrönt wird. Am weitesten entfernte Stadt auf dem Radweg der Gutsbesitzer ist Rawicz mit dem barocken Rathaus aus dem 18. Jahrhundert, auf dem der erste Blitzableiter Polens erhalten geblieben ist.
Entlang der Strecke sind auch historische Windmühlen aus Holz zu sehen, die einst die Landschaft von Großpolen prägten. Die interessantesten Windmühlen befinden sich im Mühlenmuseum Osieczna, wo es gleich drei historische und eine nagelneue Mühle gibt.