Auf halbem Weg zwischen Posen (Poznań) und Lissa (Leszno) liegt Kościan – eine Stadt, die einen Besuch auf jeden Fall wert ist! Ihr markantes Wahrzeichen ist der schon von weitem sichtbare Wasserturm, der heute als Kletterwand und ein astronomisches Observatorium genutzt wird. Besonders empfehlenswert ist jedoch ein Spaziergang durch das Stadtzentrum, wo Sie auf zahlreiche Sehenswürdigkeiten und spannende Spuren der jahrhundertealten Geschichte der Stadt gestoßen.


Kurze Geschichte
Die Anfänge der Stadt sind nicht eindeutig belegt, doch ihre Geschichte reicht mit Sicherheit bis in die Zeit des Herzogs Przemysł I. oder des Herzogs Przemysł II. zurück. Schon früh entwickelte sich Kościan zu einem wichtigen Handelszentrum. Im Jahre 1400 wurde von König Władysław Jagiełło für Kościan das Stadtrecht nach Magdeburger Recht bestätigt. Damit begann eine Blütezeit in der Geschichte der Stadt, die bis zum Krieg mit den Schweden andauerte. Ein erneuter wirtschaftlicher Aufschwung folgte in der preußischen Zeit, insbesondere nach dem Bau der Eisenbahnlinie von Poznań nach Breslau (Wrocław).
Sehenswertes
Einst gab es in Kościan mindestens vier gotische Kirchen. Zwei von ihnen sind bis heute erhalten geblieben: die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit ihrem eindrucksvollen Hochaltar sowie die Heilig-Geist-Kirche (kościół Świętego Ducha) im Stadtteil Przedmieście Poznańskie. Sehenswert sind außerdem das Gebäude des ehemaligen Bernhardinerklosters, das heute als Krankenhaus genutzt wird, sowie das Rathaus, das im eklektischen Stil mit klassizistischen Elementen umgebaut wurde.
Ein beliebter Erholungsort für die Einwohner von Kościan ist der 15 Hektar große Park mit seinem reichen Baumbestand. Er verbindet den Kostener Obra-Kanal (Kościański Kanał Obry) auf natürliche Weise mit dem Stadtzentrum. Im Park laden zahlreiche Spazierwege zum Verweilen ein, und am Kanal wurden mehrere Paddelanlegestellen eingerichtet. Der Paddeltourismus ist in der Stadt Kościan und ihrer Umgebung besonders beliebt. Über die Obra-Kanäle gelangt man zur Oder (Odra), und das Flusstal gilt als hervorragendes Gebiet für Naturbeobachtungen.
