Das Gebäude der ehemaligen Tuchfabrik erinnert an die Zeit, als Opatówek noch eine Industriestadt war. Errichtet wurde es von Adolf Gottlieb Fiedler, einem aus Sachsen stammenden Unternehmer und Kaufmann. Es war ein für die damalige Zeit sehr modernes Werk, in dem nach zehn Jahren Betrieb bereits mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt waren. Damals war Opatówek eines der wichtigsten Industriezentren in den polnischen Gebieten.
Die ehemalige Fabrik beherbergt das Museum für Industriegeschichte mit rund 12.000 Exponaten der polnischen und europäischen Industrie – von dampfbetriebenen Maschinen bis hin zu Laborgeräten und Büromaschinen. Besonders wertvoll ist hier die Sammlung von Flügeln und Pianinos, für deren Herstellung Kalisz berühmt war.

Das Museum für Industriegeschichte sammelt jedoch vor allem Geräte, die durch die polnische Industrie verwendet wurden. Hier können also dampfbetriebene Maschinen, Webstühle, Spinnmaschinen, Veredelungsmaschinen, Stick- und Spitzenmaschinen, Strickmaschinen, Nähmaschinen und Druckmaschinen bewundert werden.