Der Hundert-Seen-Weg führt von Poznań (genauer gesagt vom Maltasee) in westlicher Richtung in einen Teil Großpolens, der als das Land der 100 Seen bezeichnet wird. Es handelt sich dabei vor allem um einen Naturpfad, der sich zwischen den Seen und sanften Hügel schlängelt. Die Gesamtstrecke ist knapp 111 km lang.
Zunächst führt der Weg durch Poznań, doch schon hier stößt man auf die ersten Seen. Im westlichen Teil der Stadt gibt es gleich drei davon, die alle durch Rad- und Spazierwege miteinander verbunden sind. Außerhalb der Stadt biegt der Weg nach Norden in Richtung Szamotuły ab. Nehmen Sie sich hier etwas Zeit, um einen Blick auf die Burg und den berühmten Halschka-Turm zu werfen, wo angeblich das Gespenst einer schönen Adeligen spukt, die von ihrem eifersüchtigen Ehemann in den Turm gesperrt wurde.

Weiter führt der Weg wieder nach Westen und schlängelt sich mitten durch das Land der 100 Seen. Ein interessanter Ort ist der Aussichtspunkt auf einem Hügel im Dorf Łężeczki, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Umgebung und die nahe gelegene historische Eisenbahnbrücke in Chrzypsko hat. In den letzten Jahren ist diese Gegend für eine rasante Weinbauentwicklung bekannt geworden, so dass Sie gleich einen Zwischenstopp in einem dieser Weinberge einplanen sollen.
Das inoffizielle Herz des Landes der 100 Seen ist die Stadt Sieraków, die an der Warthe und am Rande des Netzer Urwaldes liegt. Unbedingt sehenswert sind das teilweise rekonstruierte Schloss, die Barockkirche und das berühmte Pferdegestüt.

Der Weg endet in Międzychód, an der Kreuzung mit dem Europaradweg R1, der von Calais in Frankreich nach St. Petersburg führt. Eine Sehenswürdigkeit ist in Międzychód die sog. „Laufpompa“ – ein artesischer Brunnen in der Stadtmitte, dessen Wasser als Heilwasser gilt. Międzychód ist auch eine wichtige Station an der Wasserstraße der Großen Schleife von Großpolen, und damit ein idealer Ort, um das Fahrrad gegen ein Boot oder Kanu zu tauschen.