Der legendäre Lech-Hügel (Wzgórze Lecha) in Gniezno hat nicht nur eine über tausend Jahre alte Kathedrale, den Sarkophag des heiligen Adalbert von Prag (św. Wojciech) und die berühmte Gnesener Bronzetür (Drzwi Gnieźnieńskie) zu bieten. Nur wenige Meter von der Kathedrale entfernt befindet sich auch das Museum der Erzdiözese Gnesen, in dem unschätzbare Zeugnisse aus der reichen Geschichte der Stadt bewahrt werden
Die Ausstellung konzentriert sich vor allem auf sakrale Kunst. Zu sehen sind unter anderem Fragmente gotischer Altäre, goldene Kelche, gotische Monstranzen und andere liturgische Gefäße, reich verzierte, oft kunstvoll illuminierte Handschriften und besonders prächtige Messgewänder der Gnesener Bischöfe. Zu den außergewöhnlichsten Exponaten zählen Kelche, die der Überlieferung nach mit dem heiligen Adalbert sowie mit der Herzogin Dubrawka von Böhmen (Dobrawa, Dąbrówka) in Verbindung stehen.
Im Obergeschoss des Museums kann man aus nächster Nähe eine hervorragend ausgeführte Nachbildung der Gnesener Bronsetür bewundern. Beim Besuch des Originals in der Kathedrale hat man in der Regel nur etwa fünfzehn Minuten Zeit und betrachtet es aus einer Entfernung von rund zwei Metern. Hier hingegen lassen sich sämtliche Details genau studieren – darunter fein gearbeitete Figuren in der Bordüre, wie Darstellungen von Menschen- und Tiergestalten, z.B. Herkules oder ein Affe, der Trauben isst.
Der Museumsbesuch erfolgt mit einem Audioguide, der an der Kasse erhältlich ist. Im Gebäude stehen den Besuchern sanitäre Anlagen zur Verfügung. Außerdem können Sie im Museum Eintrittskarten für die Krypta unter der Kathedrale sowie für den Kathedralenturm erwerben.