Das Museum Arkady Fiedler

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie groß das Flaggschiff war, mit dem Christoph Kolumbus zum ersten Mal den Atlantik überquerte? Oder wollten Sie die geheimnisvollen Steinstatuen der Osterinsel oder den berühmten Aztekenkalender mit seiner angeblichen Weltuntergangsprophezeiung einmal aus nächster Nähe sehen? All das können Sie nur wenige Kilometer von Posen (Poznań) entfernt im Museum Arkady Fiedler im Städtchen Puszczykowo entdecken.

Die Lage des Museums ist keineswegs zufällig: Es befindet sich im Wohnhaus der Familie Fiedler, von dem aus Arkady Fiedler zu seinen legendären Reisen und Expeditionen aufbrach. Das Haus ist bis heute bewohnt, und oft sind es Angehörige der nächsten Generationen der Familie – darunter ebenfalls Reisende und Schriftsteller -, die die Besucher persönlich begrüßen und durch das Museum führen.

Im Inneren erwarten Sie zahlreiche ethnografische Exponate, unter anderem exotische Masken, Kostüme, Blasrohre und andere Waffen der indigenen Völker des Amazonasgebiets sowie eine beeindruckende Sammlung farbenprächtiger Schmetterlinge. Hinzu kommt natürlich eine umfangreiche Sammlung der von Arkady Fiedler verfassten Bücher, darunter viele Übersetzungen in mitunter überraschende Sprachen.

Auch der Außenbereich ist außergewöhnlich gestaltet. Hier wurde der sogenannte Garten der Toleranz (Ogród Tolerancji) angelegt. Zu sehen sind unter anderem eine Nachbildung der Santa Maria, des Schiffes, mit dem Kolumbus segelte, ein Modell des legendären Jagdflugzeugs Hawker Hurricane Mk I aus der Zeit der Luftschlacht um England – bekannt aus Fiedlers Buch „Staffel 303“ -, Statuen von der Osterinsel sowie eine Kopie der stehenden Buddha-Statue aus dem Bamiyan-Tal (deren Original von den Taliban zerstört wurde).

Zu den neueren Exponaten gehört außerdem ein Fiat 126p, der legendäre „Maluch“ (polnisch für „der Kleine”), mit dem Arkady Paweł Fiedler, der Enkel des berühmten Schriftstellers, Afrika, Asien und Südamerika bereiste.