Einer der größten Wälder Polens, der sich von Oborniki im Osten bis Skwierzyna im Westen erstreckt – über eine Gesamtlänge von mehr als 100 km. Obwohl es sich dabei um einen künstlich angelegten Wald handelt, gibt es in Großpolen keinen besseren Ort, um sich vollkommen der Zivilisation zu entziehen. Man kann dort stundenlang zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sein und dabei fast keiner Menschenseele begegnen. Außerdem haben die Handys hier nicht immer Empfang, für Digital Detox wir also auch gesorgt.
Der Urwald wächst hauptsächlich auf postglazialen Dünen zwischen der Warthe und Netze. Die ertragsarmen, sandigen Böden haben die Aufforstung des Gebiets begünstigt und eine Kiefer wächst eben am besten auf den Podsolen. Dieser Wald mit seinem kargen Unterholz und den dominierenden Lichtkronen ist ideal für Pilzsammler. Sie kommen hierher nicht nur aus Poznań, sondern auch aus Łódź und sogar aus dem fernen Schlesien.
Der Netzer Urwald umfasst nicht nur Wälder, sondern auch zahlreiche Waldseen. Viele davon sind absolute Enklaven der Stille und Ruhe, wo Sie sicherlich keinen Touristenmassen begegnen werden. Es ist auch ein fantastischer Ort für Radtouren, denn hier führt der Europaradweg R1 vorbei. Es ist kein Wunder, dass man auf diesen Wegen höchstens einmal pro Stunde einem anderen Menschen begegnet.
Wenn Sie einen Ausflug in den Netzer Urwald planen, beginnen Sie am besten in einer der Städte am Rande des Urwaldes: Wronki, Obrzycko, Sieraków oder Wieleń. Sie können auch mit dem Zug bis in den Urwald hinein fahren und am Bahnhof Miały oder Mokrz aussteigen.