Landschaftsschutzpark Lednica

Der Landschaftsschutzpark Lednica umfasst das Gebiet um den Lednica-See, der auf halbem Weg zwischen Poznań und Gniezno liegt. Die Insel Ostrów Lednicki in diesem See wird manchmal auch als die „Insel der Herrscher“ bezeichnet. Vor über eintausend Jahren befand sich hier ein mächtiger Burgwall, eines der Machtzentren von Mieszko I. und seinem Sohn Boleslaw Chrobry. Die Spuren der alten Geschichte sind hier überall zu finden, und auch Sie können sich die Orte ansehen, an denen „Polen einmal begann“.

Die größte Touristenattraktion sind die Überreste eines Burgwalls der Piasten aus dem frühen Mittelalter, darunter die Ruinen eines von Fürst Mieszko I. erbauten Steinpalas. Dieses Bauwerk bestand aus einem Wohnteil und einer Kapelle mit Baptisterium. Während der archäologischen Untersuchungen konnten auch die Überreste von Taufbecken festgestellt werden. Wurde aber Mieszko wirklich hier getauft? Das werden wir wahrscheinlich nie erfahren.

wiatraki nad lednicą
Wiatraki w Moraczewie (fot. K. Budziński)
ostrów lednicki z powietrza
Ostrów Lednicki (fot. K. Budziński)

Seit Jahrhunderten bergen die Insel und die umliegenden Gewässer zahlreiche Schätze. Es wurden dort bereits Unmengen an historischen Luxusgütern und für den christlichen Kultus bestimmten Gegenständen gefunden. Die Sammlung mittelalterlicher Waffen ist eine der umfangreichsten in ganz Europa. All diese Schätze können im Museum der Ersten Piasten in Lednica bewundert werden. Zum Museum gehört auch der Ethnografische Park Großpolen in Dziekanowice. Es handelt sich dabei um eine Rekonstruktion eines Dorfes von vor etwa 150 Jahren, wo wir erfahren können, wie unsere Vorfahren gelebt haben.

Am Nordufer, in der Nähe des Dorfes Imiołki, befindet sich das sog. Fischtor – dort treffen sich jedes Jahr die katholischen Jugendlichen, um nach einer Nachtwache gemeinsam durch dieses Tor zu gehen.

Wussten Sie, dass eines der Symbole von Großpolen die Windmühlen sind? Und acht Windmühlen sind rund um den Lednica-See zu finden. Drei davon stehen auf einem Hügel in Moraczewo, vier weitere im Ethnografischen Park und neben dem Museum, und eine Windmühle befindet sich am Seeufer im Dorf Rybitwy.